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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Histamin-Unverträglichkeit

Die Haut wird puterrot und juckt. Es sieht aus wie hektische Flecken - eine typische Reaktion nach dem Verzehr von Rotwein oder Sekt. Diese alkoholischen Getränke enthalten den Stoff Histamin, der bei empfindlichen Menschen diese Reaktionen auslösen kann. Der Alkohol fördert die Aufnahme und die Durchblutung und sorgt so für den Rest.

Histamin gehört wie Serotonin oder Thyramin zu der Gruppe der biogenen Amine. Dies sind biologisch aktive Substanzen, „kleine Helfer“, die im Körper für wichtige Funktionen notwendig sind. Sie regulieren den Blutdruck, regen die Magensaftproduktion an, steigern die Darmbewegung und sorgen für einen ausgeglichenen Schlaf-Wach-Rhythmus. Haben die Helfer ihre Arbeit erledigt oder sind zu viele Helfer  vorhanden, werden diese über das Enzym Diaminoxidase (DAO) im Dünndarm abgebaut.

Normalerweise ist der Organismus in der Lage, auch mit größeren Mengen Histamin fertig zu werden. Liegt allerdings eine Histamin-Unverträglichkeit vor oder greifen Triggerfaktoren (wie Alkohol) ins Geschehen ein, können bereits kleinere Mengen, Symptome hervorrufen.

Behandlung

Die Therapie steht auf zwei Säulen. Zum einen hilft eine histaminarme Kost, zum anderen können Antihistaminika im akuten Fall die Beschwerden lindern. Eine strikte histaminfreie Kost macht keinen Sinn und ist nicht zielführend. Im Rahmen einer individuellen Ernährungstherapie wird eine sinnvolle Ernährungszusammenstellung individuell angepasst erarbeitet.

Erste Tipps:

  • Frische unverarbeitete Lebensmittel enthalten nur geringe Mengen biogener Amine.
  • Es lohnt sich den Verzehr von Alkohol, gereiften Käsesorten, Schimmelpilzkäse, gereiften Wurst- oder Fischwaren sowie Schokolade, Bananen, Tomaten und Erdbeeren einzuschränken.
  • Frischen oder tiefgekühlten Fisch gilt es gegenüber geräuchertem, getrocknetem oder gesalzenem Fisch vorziehen.
  • Listen in Büchern und im Internet sollten kritisch betrachtet werden, da sie zum Teil nicht nachvollziehbare Empfehlungen beinhalten.

    Wir machen Sie fit für Ihre Unverträglichkeit!

    Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter. Der Deutsche Allergie und Asthmabund (DAAB) betreut viele Mitglieder, die uns ihre Probleme im Alltag und im Umgang mit ihrer Erkrankung schildern. Wir beraten Sie individuell und dies neutral und unabhängig. Nutzen Sie unseren Service für Ihre Gesundheit und unterstützen Sie unsere Arbeit aktiv mit Ihrer DAAB-Mitgliedschaft.

    Wir würden uns sehr freuen, Sie demnächst als neues Mitglied beim Deutschen Allergie- und Asthmabund begrüßen zu dürfen.

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    Der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) informiert Sie gerne auch im persönlichen Gespräch zum Thema Darmgesunde Ernährung. Für Mitglieder veranstalten wir auch regelmäßige Webinare (Online-Seminare), bei denen Sie Experten Fragen stellen können.

    Sonja Lämmel, Dipl.oec. troph. Steht Ihnen für Fragen rund um den gesunden Darm gerne zur Verfügung.

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