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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Latexallergie

Allergische Reaktionen auf Latex sind heute seltener als es noch vor einigen Jahren der Fall war, da zunehmend latexfreie Handschuhe im medizinischen Alltag eingesetzt werden. Man schätzt, dass noch rund 2% der Gesamtbevölkerung unter einer Naturlatex-Sensibilisierung leiden. Die Latex-Allergie ist entweder eine Kontaktallergie vom Typ IV mit Spätreaktionen auf die enthaltenen Zusatzstoffe in Latexprodukten oder eine Allergie vom Soforttyp (Typ I) auf verschiedene wasserlösliche Proteine im Naturlatex.

Latex von A-Z
Naturlatex ist nicht nur in medizinischen Geräten und Hilfsmitteln enthalten, sondern auch in vielen Gegenständen, wie Anti-Rutschsocken, Atem- und Faschingsmasken, Babyflaschen, Babysauger/-schnuller, Beatmungsmasken, Einmachgummi, EKG-Zubehör, Fingerlinge, Gummibündchen, Gummitiere, Handschuhe, Heftpflaster, Kaugummi, Kinderspielzeug, Kompressionsbinden/-strümpfe, Kondome, Luftballons, Luftmatratzen, Moosgummi, Ohrstöpsel, Pflaster, Radiergummis, Socken/Strümpfe/Strumpfhosen, Wärmflaschen.

Kreuzreaktionen auf Nahrungsmittel und Pflanzen 
Bei Patienten mit einer Allergie auf Naturlatex können Kreuzreaktionen auftreten. Probleme entstehen beim Beschneiden der Pflanzen oder durch Allergene, die über die Blätter in die Raumluft gelangen. Auch das Verspeisen der Früchte oder das Freisetzen von allergieauslösenden Bestandteilen aus den Pflanzen, kann Symptome auszulösen. 

Mögliche Auslöser von Kreuzreaktionen bei Latexallergie

PflanzenFrüchteGemüse/Salat
Ficus benjamini (Birkenfeige), Christusdorn, Gummibaum, Hanf, Immergrün, Korallen-Wolfsmilch, Maulbeerbaum, Oleander, WeihnachtssternAvocado, Banane, KiwiRohe Kartoffeln

DAAB-Tipps für Latex-Allergiker:

  • Machen Sie bei jedem Arztbesuch auf Ihre Latexallergie aufmerksam. 
  • Bei einem geplanten Klinikaufenthalt sollten Sie vorher mit der Klinik besprechen, ob diese sich auf Ihre Allergie einstellen kann. Gerade bei operativen Eingriffen können Vorsorgemaßnahmen lebensrettend sein. 
  • Meiden Sie den Umgang mit allergieauslösenden Naturlatexprodukten im Haushalt, im Beruf und in der Freizeit. 
  • Machen Sie Ihre Allergie nach außen sichtbar, indem Sie ein SOS-Armband oder eine SOS-Plakette tragen. Dies kann für Sie lebensrettend sein, da bei einem Unfall oder einer plötzlichen Erkrankung der behandelnde Arzt die richtigen Maßnahmen ergreifen kann. 
  • Auch ein Allergie-Pass, in dem Ihre Allergie eingetragen wird, kann sehr hilfreich sein, wenn Sie diesen bei einem jeweiligen Arztbesuch vorzeigen.

Sollten Sie weitere Fragen haben, dann wenden Sie sich an den Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB). Dort erhalten Sie als Mitglied eine detaillierte Beratung durch das DAAB-Wissenschaftsteam.