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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Aktuelle Rückruf Adrenalin Autoinjektor Emerade

 /  Sonja Lämmel

Rückruf ALLER Emerade- Fertigpens auch auf Patientenebene
Der aktuell noch gültige Rote Hand Brief von 2019 zum Emerade Adrenalin –Autoinjektor wird jetzt aufgrund neuer Daten aktualisiert, da sich herausgestellt hat, dass die Wahrscheinlichkeit für einen möglichen Aktivierungsfehler beim Auslösen des  Emerade Fertigpens höher als ursprünglich  angenommen ist.

Aktuell werden daher alle Emerade-Fertigpens sowohl aus dem Vertrieb, als auch von Patienten zurückgerufen.  

Maßnahmen, wenn Sie einen Emerade Adrenalin-Autoinjektor haben:

  • Bitte suchen Sie Ihren Arzt auf und lassen Sie sich einen alternativen Adrenalin Autoinjektor verordnen. Grundlage der Neuverordnung ist der heute vom BfArM veröffentlichten Rote Hand Brief.
  • Geben Sie Ihre Emerade- Pens erst in der Apotheke zurück, wenn Sie eine Alternative zur Verfügung haben.
  • Solange Sie keinen neuen Adrenalin Autoinjektor eines anderen Herstellers zur Verfügung haben, sollten Sie weiterhin Ihre/n Emerade Fertigpen/s mit sich führen.

 

Maßnahmen für den allergischen Notfall mit dem Emerade Autoinjektor

Sollte ein allergischer Notfall auftreten bei dem Sie den Emerade Fertigpen anwenden, so verfahren Sie wie folgt:

  • Ziehen Sie die Sicherheitskappe ab und drücken Sie den Emerade aufgrund des möglichen Aktivierungsfehlers besonders fest gegen den Oberschenkel.
  • Beim Auslösen ist nach der Anwendung der Nadelschutz ausgefahren (siehe Foto).

Kontaktieren Sie den Notruf unter 112 und verfahren weiter gemäß Anaphylaxie-Pass und Anaphylaxie-Notfallplan.

Bei nicht erfolgter Aktivierung ist der Nadelschutz nicht ausgefahren. Unternehmen Sie einen weiteren Versuch, den Emerade Fertigpen auszulösen, wobei der Fertigpen mit erhöhter Kraft gegen den Oberschenkel gedrückt werden soll.

  • Sollte der Emerade Fertigpen erneut nicht auslösen, so verwenden Sie einen zweiten Adrenalin-Autoinjektor, sofern Ihnen dieser zur Verfügung steht.
  • Setzen Sie den Notruf unter 112 ab: fordern Sie einen Notarzt an und geben an, dass es sich um eine „Anaphylaxie“ handelt.