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DAAB - Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.
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Lidekzem

Die Ursachen für ein Lidekzem können vielfältig sein. Meist liegen Kontaktallergien vor, es gibt jedoch auch nicht allergische Hauterkrankungen.
Die Lid- und Gesichtshaut ist die dünnste Haut am Körper. Daher können Allergene an diesen Hautstellen Ekzeme hervorrufen, selbst wenn andere Hautareale, die mehr Kontakt mit dem Allergen haben, nicht reagieren.
Das unwillkürliche Reiben der Augen führt dazu, dass alle denkbaren Substanzen des täglichen Lebens, mit denen die Hände in Berührung kommen, als möglicher Auslöser betrachtet werden müssen.
Ist ein Allergieauslöser mittels Pflastertest identifiziert und kann gemieden werden, heilt das Lidekzem - je nach Ausprägung - nach einigen Tagen bis Wochen ab.
Am häufigsten sind dekorative Kosmetika sowie Gesicht- und Körperpflegeprodukte die Auslöser von Lidekzemen. So können Duftstoffe in Gesichts- und Körperpflegeprodukten oder auch Konservierungsstoffe in Kontaktlinsenflüssigkeiten Auslöser sein.
Aber auch weitere Produkte wie Shampoo, Duschgel, Bodylotion, Handcreme etc. können ursächlich sein. Ebenso wie Produkte, die man vielleicht nicht spontan in Betracht zieht, wie Parfum, Nagellack, Rasiercreme, Haushaltsreiniger, Spülmittel oder Werkstoffe am Arbeitsplatz.
Ein Lidekzem kann auch im Umfeld einer Neurodermitis auftreten und es kann – wenn auch selten - durch Kontakt mit (einigen) Zimmerpflanzen (wie Primeln) ausgelöst werden. 

Tipps

  • Verwenden Sie Pflegeprodukte ohne allergisierende Duft-, Farb- und Konservierungsmittel. Eine Liste mit vom DAAB überprüften Produkten erhalten Sie beim DAAB unter info[at]daab[dot]de
  • Feuchte Wattepads, die in schwarzem Tee getränkt wurden, können lindern. 
  • Klären Sie beim Augenarzt ab, ob Ihre Sehschärfe okay ist. Auch eine Überanstrengung der Augen kann zu Augentränen und damit zu Irritationen der Augenregion führen.